Kick-off MO-LAB und Rückblick 2020–2021

Rückblick auf Kick-off MO-LAB (April 2021) und die Projektjahre 2020/2021: neue ERASMUS+-Projekte MO-LAB und MEDIC, Akkreditierung, SALUTE4CE-Meeting und der Abschluss des Vorgänger-Pflegeprojekts.

MEDICMO-LABSALUTE4CE

Kick-Off Meeting des Projektes „MO-LAB”
Am 29.04.2021 konnte nach mehrfacher Verlegung, aufgrund der pandemischen Lage, des Termins das Kick-Off Meetings stattfinden.
Unter hybriden Bedingungen, unter denen die Teilnehmer online als auch -mit negativem Test- präsent, konnte das Treffen, organisiert von der Thüringer Agentur für Europäische Programme e. V. – Lead Partner, der Agrar GmbH Crawinkel/Thüringeti (Gastgeber) und der Impulsregion Erfurt Weimar Jena durchgeführt werden.
Nach einleitenden Worten von Frau Dipl. Ing. Hrytsyshyn, Vorstandvorsitzende ThAEP e.V., begrüßte Herr Egon Primas, MdL Thüringen (a.D.) als auch Herr Volkmar Bauer von der Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung Erfurt die Teilnehmer.
Die Projektpartner stellten Ihre Unternehmungen, sowie die Ressourcen, mit denen das Projekt zum Erfolg gebracht werden wird dar.

2018–2019: Neue Projekte MAPA und ADJUST-UP

Als Lead-Partner stellte die Thüringer Agentur für europäische Projekte als Lead-Parnter Ihre eigene Arbeit sowie die kommenden Herausforderungen und Aufgaben dar.
Als wichtiger Partner aus dem Bereich der Wissenschaft stellte Vize-Rektor
Prof. Dr. hab. Andrzej Sechman interessante Einblicke in die Geschichte und wissenschaftliche Arbeit der Landwirtschaftlichen Universität Krakau vor.
Der Geschäftsführer der Chemtrade Estonia OU, Herr Dmytro Nikulin und sein Projektmitarbeiter Herr Alex Sadovsky skizzierten die in Ihrem Haus entwickelten, fortschrittlichen Herangehensweisen zur zielgerichteten Düngung von Nutzpflanzen vor.
Als Gastgeber konnte Geschäftsführer Heinz Bley der Agrar GmbH Crawinkel / Thürengeti den Agrarbetrieb vorstellen, der extensive Tierwirtschaft mit Naturschutz und Tourismus auf beeindruckende Weise verbindet.

Die weiteren Aufgaben und Terminabsprachen aller Partner wurden diskutiert und beschlossen, so dass die nächsten Schritte bis zum nächsten Projekttreffen Anfang Juli bearbeitet werden können.

2018–2019: Neue Projekte MAPA und ADJUST-UP

Zum Abschluss ermöglichte unser Gastgeber die Besichtigung des ca. 2500 Ha großen Betriebsareales mit seinen zahlreichen Besonderheiten, wie der sortenreichsten Schmetterlingswiese Deutschlands und den zahlreichen Herden, auch seltener Rassen wie z.B. dem Heckrind.

Herbst 2020
Neue Projekte bei ThAEP e.V.
Im Rahmen ERASMUS+ Programm sind 2 neue Projekte bei ThAEP e.V.  gestartet. In beiden Projekten ist unsere Organisation Lead Partner.

  • „Moderne Landwirtschaft und zukunftsorientierte Ausbildung“ (MO-LAB), Projektnummer 2020-1-DE02-KA202-007430
Das Projekt bringt Partner aus drei Ländern/Regionen zusammen, in denen sowohl die Technologien in der Landwirtschaft als auch die Digitalisierung von Prozessen sehr unterschiedlich sind: Thüringen mit seinen relativ großen  landwirtschaftlichen Betrieben und Malopolska mit eher kleinteiligen Bauernhöfen, Estland mit seinem hohen Grad der Digitalisierung und großen Akzeptanz von digitalen Anwendungen. Es soll ein Austausch zwischen den Partnern stattfinden. Ziel des Austausches ist es primär, den Wissenstand der Partner auf ein hohes Niveau zu bringen, beispielhafte Entwicklungen in den Ländern vorzustellen, Impulse für Ideen und Handlungen zu geben, Initiativen in der eigenen Arbeit auszulösen.
Ein Nutzen ergibt sich primär für die Ausbildungseinrichtungen durch die Vorstellung erfolgreicher Entwicklungsbeispiele bei den Partnern und Rückkopplung auf den eigenen Verantwortungsbereich sowie durch Erkenntnisse zu Entwicklungsstadien der Landwirtschaft 4.0 und den daraus resultierenden Anforderungen an die Ausbildung.
Projektlaufzeit 18 Monaten.
Mehr Information zum Projekt finden Sie an der Webseite des Projektes www.molab-erasmus.de

  • „Strategische Partnerschaften auf dem Gebiet der medizinischen Ausbildung mit Fokus auf innovative Bildungsinhalte und höhere Arbeitsmarktrelevanz“ (MEDIC), Projektnummer 2020-1-DE02-KA202-007407.
Die Alterung der Bevölkerung und der steigende Bedarf an Pflegeleistungen ist kein spezifisches Länderproblem, sondern kennzeichnet alle Industrieländer in ähnlicher Art und Weise.
Pflegebedürftigkeit ist ein allgemeines Lebensrisiko, von dem die Mehrheit der Bevölkerung nicht nur in den Partnerländern im Laufe des Lebens betroffen sein wird. Diese Entwicklung schlägt sich in einem länderübergreifenden steigenden Pflegebedarf nieder, der in Europa zunehmend nicht mehr aus dem Reservoir der vorhandenen Fachkräfte und des zur Verfügung stehenden Potentials der Länder gedeckt werden kann.
Das vorliegende Projekt will einen Beitrag hierzu leisten, indem das Kompetenzprofil einer Pflegekraft 4.0 erarbeitet und mit dem aktuellen Standardprofil (HCEU-Matrix) verglichen wird. Die im Vergleich erhaltenen neuen Kompetenzanforderungen werden als ausgewählte Lerninhalte der Themen Digitalisierung, Robotik, Umweltschutz und Prävention von Demotivation am Arbeitsplatz erarbeitet und in moderne Lernformate umgesetzt werden. Die Umsetzung der Ausbildungsinhalte erfolgt in Form von angeleitetem fallbezogenem und problemorientiertem Lernen mittels Webinars, Self-Learning-Modulen, Rollenspiel oder als gamifizierte Versionen im Klassensatz bzw. digitaler Ausgabe.
Zur Vermittlung dieser neuen Lehrinhalte und -formate werden Curricula zur Schulung und zum Training der Ausbildenden erarbeitet (IO 3), im Rahmen der LTTA umgesetzt und ein Feedback für Optimierungsschleifen eingeholt.
Das Projekt entwickelt antizipatorisch modulare Ausbildungsinhalte, die den Entwicklungsprozess in der Pflege widerspiegeln und den Lernenden einen reibungslosen Übergang in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Das Projekt sieht sich auch als Bestanteil der Seniorenpolitik der EU im Sinne der Lösungsfindung zur Betreuung pflegebedürftiger älterer Menschen, indem Lerninhalte zu Telecare/Telenursing und Assistenzsystemen in der Pflege entwickelt und umgesetzt werden.
Im Projekt mitmachen 7 Partner aus 5 EU – Staaten. Deutschland, Österreich, Polen, Italien, Rumänien.
Projektlaufzeit 32 Monaten.
Mehr Information zum Projekt finden Sie an der Webseite des Projektes www.medic-erasmus.de

Sommer 2020
Internationalisierung der Berufsbildung. ERASMUS+ Akkreditierung.
ThAEP e.V. und die Stadtverwaltung Erfurt- Wirtschaftsförderung haben interessierte Unternehme/Einrichtungen eingeladen zu, um eine mögliche Zusammenarbeit zu besprechen.
Die Internationalisierung der Berufsbildung schreitet voran. Aber was genau bedeutet das? Die internationale Vernetzung von Wirtschaft und Gesellschaft führt dazu, dass sich die Anforderungen am Arbeitsplatz wandeln. Bei der bedarfsgerechten Qualifizierung von Fachkräften spielen internationale Berufserfahrungen eine immer wichtigere Rolle. Doch individuelles Lernen im Ausland ist nur ein Aspekt der Internationalisierung. Auch Berufsbildende Schulen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen richten sich auf die sich ändernden Rahmenbedingungen aus. Internationalisierung manifestiert sich zudem in Veränderungen auf der Ebene des Berufsbildungssystems.
Erasmus+ unterstützt die Prozesse der Internationalisierung der Berufsbildung auf den verschiedenen Ebenen. Daher spielt das Thema Akkreditierung im zukünftigen EU-Programm Erasmus+ eine zentrale Rolle.
Die erste Beratung fand am 14.07.2020, die zweite am 18.08.2020 und die dritte am 10.09.2020 statt. Darüber hinaus am 26.10.2020 wurde den Antrag auf die Akkreditierung erfolgreich gestellt.

2018–2019: Neue Projekte MAPA und ADJUST-UP

Frühling 2020
Logo des Interreg-CENTRAL-EUROPE-Projekts SALUTE4CE

Projekt „SALUTE4CE“, Interreg CENTRAL EUROPE Programm
(Laufzeit 01.04.2019-31.03.2022)
Meeting SALUTE4CE in der Corona- Krise 28/29.05.2020 (Videokonferenz)
ThAEP e.V. ist in diesem Projekt externer Dienstleister der Impulsregion.
Ausgangspunkt des Projektes
Für viele europäische Städte ist es eine Herausforderung, großflächige Grünflächen zu erhalten oder große Gebiete in Grünflächen umzuwandeln. Dennoch besteht ein großer Bedarf an Leistungen, die solche Ökosysteme bereitstellen können. Das Projekt „SALUTE4CE“ möchte deshalb Städten die Möglichkeit erschließen, kleine Grünflächen (0,2 ha oder weniger) als Bausteine einer urbanen grünen Infrastruktur zu entwickeln. Mit Hilfe des Konzepts der Urbanen Umweltakupunktur (Urban Environmental Acupuncture = UEA) soll die Möglichkeit geschaffen werden, das städtische Grüngefüge zu verbessern. Es wird angenommen, dass viele kleine Aufwertungen die Wirkung von Ökosystemleistungen im Gesamtsystem der Stadt verbessern können. So leisten kleine Grünflächen u. a. einen Beitrag zur Biodiversität, können bei der Anpassung an den Klimawandel helfen und bieten Erholungs- und Ruhemöglichkeiten für die Bewohner.
Die beteiligten Thüringer Städte liegengeschützt in Tälern oder Talkessel. Durch diese topographische Lage können sich überdurchschnittlich häufig Windarmut und Inversionswetterlagen entwickeln, die im Sommer die Hitzeentwicklung deutlich beschleunigen.
Methodik
Projektpartner aus Deutschland, Polen, Italien, Tschechien und der Slowakei werden das UEA-Konzept anhand von Pilotflächen, für Deutschland in vier Thüringer Städten, Erfurt, Weimar, Jena und Apolda, umsetzen. Die Erfahrungen und Ergebnisse sollen in einem Leitfaden für Kommunen zusammengefasst werden.
Zu den Projektergebnissen gehören unter anderem:
  • die Entwicklung einer gemeinsamen Methodik von Kriterien für die Auswahl von kleinen Grünflächen,
  • die Entwicklung eines methodischen Rahmens zur Erstellung von Aktionsplänen für 4 Stadträume,
  • eine schrittweise Implementierung des UEA-Konzepts in 4 Thüringer Stadträumen (Erfurt, Weimar, Jena und Apolda),
  • die Erstellung eines transnationalen Leitfadens zur Entwicklung und Umsetzung von lokalen Aktionsplänen für funktionale Stadträume basierend auf dem UEA-Konzept,
  • die Durchführung von Schulungen sowie die Erarbeitung eines UEA-Handbuchs.
Öffentlichkeitsbeteiligung
  • Begleitendes Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit
  • Vorstellung von Zwischen- und Endergebnissen in den Gremien der Stadt, öffentlichen Veranstaltungen, Ausstellungen,
  • Sensibilisierung der Bevölkerung in geeignetem Format,
  • Inhaltliche Weiterentwicklung kommunaler Webseiten,
  • Öffentlichkeitswirksamer Flyer (Projekt-/Ergebnisdokumentation und Unterstützung der Übertragbarkeit)
  • Übersendung der Broschüre an lokale Akteure
Projektfläche Erfurt, Stadtteil-Herrenberg, Fläche: 2000 m².
Nutzung: Bolzplatz mit Ballfangzaun und Freifläche
Projektfläche Weimar, Umwandlung einer städtischen Brachfläche in eine insektenfreundliche Blumenwiese.
Projektfläche Jena, Schützenhofstraße
Geplant: Aufwertung der Treppenanlage durch Begrünung, Bänke, Modellierung
Projektfläche Apolda, Neugestaltung innerstädtischer Grünfläche „Historischer Postgarten“

Frühjahr 2020
Projekt   ADJUST UP
Das Projekt-Team arbeitet trotz Corona-Einschränkungen an den Inhalten des Projektes, um die reibungslose Organisation und die erforderliche Qualität der Aktivitäten, die mit Wiederaufnahme von Lehr- und Ausbildungstätigkeiten erfolgen sollen, zu gewährleisten. Dies bezieht sich hauptsächlich als Auswirkung der Corona-Krise auf die Durchführung des Anpassungskurses zur Anerkennung von medizinischen Abschlüssen aus der Ukraine, die in Zusammenarbeit mit den Ludwig-Fresenius-Schulen Mühlhausen und dem Landesverwaltungsamt Thüringen in Weimar erfolgen soll.  Es warten zurzeit 11 Teilnehmer für diesen Kurs  auf den Beginn.
Alle konzeptionellen und strategischen Arbeiten im Sinne der Projektaufgaben sind vom Projekt-Team intensiv in dieser Zeit absolviert worden.

Abschluss des ERASMUS-Projektes
Das  Projekt wurde im März 2020 abgeschlossen. Es setzte seine Schwerpunkte  auf den Austausch von Wissen, Erfahrung und Best-Practice-Beispielen zur  Ausbildung von Pflegefachkräften unter Beachtung der Entwicklung am  Arbeitsmarkt. Die speziellen Themen waren hierbei der Vergleich des  Status Quo der Lehr- und Lerninhalte der Ausbildungsberufe in der Pflege  und die Art und Weise seiner Vermittlung sowie das Herausarbeiten der  Anforderungen des Arbeitsmarktes und deren Rückkopplung in die  Ausbildung. Dabei wurden nicht nur die aktuellen, sondern auch die  perspektivischen Anforderungen hin zur Pflege 4.0 betrachtet. Zum  Vergleich der Ausbildung wurde eine Referenzliste in Tabellenform  erarbeitet, die Angaben zur Bezeichnung der Ausbildung, zur Dauer und  zum gültigen Lehrplan sowie zu entsprechenden Ausbildungseinrichtungen  enthält. Ausbildungsinhalte und Lehr- und Lernformen wurden in den  Vorträgen in Krakau, Wien und Erfurt erläutert und diskutiert. Darüber  hinaus wurde die HCEU-Matrix vorgestellt, die die aktuell notwendigen  Kompetenzen einer Pflegefachkraft am gegenwärtigen Arbeitsmarkt  widerspiegelt. Auf diesen Grundlagen wurden Vergleiche angestellt,  Grobkonzepte entworfen und Schlussfolgerungen für die eigene  perspektivische Arbeit gezogen. Dies ganz besonders auch hinsichtlich  zukünftiger Anforderungen an die Ausbildung. In den Erfahrungsaustausch  sind somit entsprechend der Planung die Kategorien unterschiedliches  Wissen, gemachte Erfahrungen und vorhandene Best-Practice-Beispiele  eingeflossen. Dies wurde in den o.g. Dokumenten festgehalten. Damit ist  das erste im Antrag genannte Ziel erreicht worden.
Das  Thema „Digitalisierung und Robotik“ ist unter dem Aspekt der  intelligenten Erleichterung der Arbeit einer Pflegefachkraft und der  Verringerung von Belastung durch den Einsatz technischer  Assistenzsysteme intensiv behandelt und diskutiert worden. Besonders die  Erörterung der Schaffung von Freiraum für die soziale  Interaktionsarbeit im Pflegeprozess stand im Mittelpunkt reger Debatten,  teilweise kontroverser Standpunkte. Im Ergebnis dieser wurde jedoch das  Bewusstsein für die Notwendigkeit der Einführung von technischen  Assistenzsystemen und Robotern geschaffen. Es ist zu bemerken, dass ein  wichtiger Punkt im Wissens- und Erfahrungsaustausch zum Einsatz von  Robotern in der Pflege war, wie die emotionale Brücke im Dreieck  Pflegekraft – Roboter – zu Pflegende aussehen kann. Aus den vorgenannten  Vorträgen, Diskussionen und auch Streitgesprächen gewannen alle  Projektteilnehmer neues Wissen, wurden mit Erfahrungen anderer vertraut  gemacht und konnten daraus Anleitung für eigenes Handeln mitnehmen, was  zur Erhöhung von Entscheidungsfähigkeit und Beurteilungsvermögen zu  diesen Themen wesentlich beitrug. Eine weitere Frage, die Gegenstand  aller Treffen der Projektpartner in Erfurt, Krakau und Wien war, betraf  die Grundannahmen der Seniorenpolitik der Europäischen Union für die  nächsten Jahre und in langfristiger Perspektive bis 2050. Kritisch  bewertet wurden vorhandene Lösungen im Bereich der Ergreifung aktiverer  Maßnahmen zur Aufrechterhaltung von Aktivität und Gesundheit älterer  Bürger als Prävention von Pflege und Einsamkeit. Es wurde beschlossen,  das Ergebnis des Erfahrungsaustausches in ein gemeinsames Projekt mit  Entwicklung von Intellectual Output zu übertragen. Damit sind auch die  weiteren im Antrag genannten Ziele erreicht worden.
Das  Projekt endete im März 2020, was zeitlich mit der Corona-Krise  zusammenfiel. Die Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie bewiesen einmal  mehr, wie erforderlich Reformen und Innovationen in der Pflege und die  damit verbundene Befähigung und entsprechende Ausbildung der  Pflegefachkräfte sind.


Dieses Projekt wird von der Europäischen Union kofinanziert.