Bildungspolitische Zusammenarbeit zwischen Berufsschulen und Regionen: Digitalisierung und EU-Projektantragstellung
Im Rahmen einer internationalen Schulungsveranstaltung vom 7. bis 11. April 2025 wurde die Delegation aus den ukrainischen Regionen Lwiw, Sumy und Kyjiw feierlich im Thüringer Landtag durch den Landtagspräsidenten des Freistaates Thüringen, Herrn Thadäus R. König, empfangen.
Ziel der Schulung war die gezielte Stärkung der Zusammenarbeit zwischen berufsbildenden Schulen und regionalen Entscheidungsträgern – insbesondere in den Bereichen Digitalisierung sowie erfolgreiche Antragstellung für EU-Fördermittel. Im Mittelpunkt standen dabei drei zentrale Anliegen: der Ausbau bildungspolitischer Partnerschaften, die Vermittlung bewährter digitaler Bildungspraktiken sowie die Unterstützung bei der Entwicklung und Einreichung förderfähiger Projektanträge.

Die Digitalisierung wurde dabei als Schlüssel zur Zukunft betrachtet: Frau Dr. Tamme präsentierte den aktuellen Stand der digitalen Bildung in Deutschland und zeigte auf, wie berufsbildende Schulen durch den Einsatz innovativer Technologien ihre Lehr- und Lernprozesse modernisieren können. In der Diskussion wurde deutlich, dass regionale politische Akteure eine zentrale Rolle bei der erfolgreichen Umsetzung des digitalen Wandels spielen – etwa durch die Bereitstellung moderner Infrastruktur, gemeinsame Bildungsinitiativen sowie die Förderung digitaler Kompetenzen bei Lehrkräften und Lernenden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Schulung war der gezielte Zugang zu EU-Förderprogrammen im Bildungsbereich. Anhand praktischer Hinweise wurden die Teilnehmenden in die Identifikation geeigneter Programme, die Ausarbeitung überzeugender Projektanträge sowie in erfolgreiche Beispiele bereits bewilligter Bildungsprojekte eingeführt.
Besonders bewegend waren die Berichte der Delegation aus der Region Sumy über die gravierenden Folgen des Krieges für die Bildungsinfrastruktur vor Ort. Die Schulung bot zugleich Raum, um gemeinsam Lösungsansätze für die besonderen Herausforderungen in Krisengebieten zu entwickeln – darunter den Wiederaufbau zerstörter Schulen, die psychosoziale Unterstützung traumatisierter Lehrkräfte und Lernender sowie die Förderung von Bildungsprojekten, die sozialen Zusammenhalt und neue Perspektiven schaffen.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Berufsschulen und Regionen für eine nachhaltige Bildungsentwicklung ist, und war ein bedeutender Schritt auf dem gemeinsamen Weg hin zu einer zukunftsfähigen, chancengerechten und europäischen Bildungspolitik.
Dieses Projekt wird von der Europäischen Union kofinanziert.
